Eine Gruppe aktiver Vereinsmitglieder des Papiermacher-Museums nahm das 200-jährige Jubiläum der Erfindung der maschinellen Papierproduktion zum Anlaß, die vom französischen Ingenieur Nicolas-Louis Robert
entwickelte und 1799 patentierte Papiermaschine originalgetreu nachzubauen. Neben dem Technischen Museum in Berlin, kann nun auch im Österreichischen Papiermacher-Museum ein voll funktionsfähiger Nachbau der handbetriebenen Robert'schen Papiermaschine
bestaunt werden.
Jahrhundertelang war die Herstellung von Papier ein zeit- und arbeits- intensiver Prozeß. Das Schöpfen der Papierblätter erfolgte in mühevoller Handarbeit. Mit der Erfindung der Papiermaschine wurde der Schöpfvorgang mechanisiert. Das Papier konnte nun nicht nur blattweise, sondern erstmals in nahezu beliebig langen Bahnen hergestellt werden. Der Weg zur Massenproduktion war geebnet und Papier wandelte sich damit vom Luxusartikel zum Alltagsprodukt.
Die Sonderausstellung zeigte weiters die historischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im ausgehenden 18.Jahrhundert, welche die Erfindung der Papiermaschine ermöglichten und notwendig machten.
Eine Videoinstallation vermittelte eindrucksvoll die Papierproduktion der letzten 200 Jahre: von der Robert'schen Maschine bis zu den heute eingesetzten High-Tech Giganten. Abgerundet wurde die Sonderausstellung mit dem Aufzeigen der Veränderung der Arbeitsverhältnisse in den Papierfabriken, bedingt durch technische und gesellschaftliche Entwicklung.
Robert'sche Papiermaschine
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