Die Lithografie (auch chemischer Flachdruck genannt) ist sicherlich eine
der schönsten Drucktechniken. Der vor rund 200 Jahren von Alois Senefelder
entdeckte Steindruck lässt alle zeichnerisch und malerisch unterschiedlichen
Strich- oder Pinselführungen, von der Kreide– und Federzeichnung
bis zur Tuschmalerei zu.
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Die Zeichnung wird mit einer fetthaltigen Kreide oder Tusche auf
einen speziell vorbereiteten (geschliffenen, gekörnten und
entfetteten) Kalkstein gebracht ( Solnhofener Kalkstein ). Um die
fetthaltige Zeichnung auf dem Stein zu stabilisieren und die nicht
druckenden Partien für die aufzutragende Farbe unempfindlich
zu machen, wird die Steinoberfläche mit Talkum behandelt und
eine Ätzflüssigkeit aufgetragen. Nach dem Abwaschen und
Trocknen, erfolgt mit Gummiarabikum ein filmartiger Überzug.
Der feuchte Gummi wird von der fetten Zeichnung abgestoßen
und bleibt nur auf den unbezeichneten Stellen haften. Ist der Stein
getrocknet, wird die Zeichnung mit Terpentin ausgewaschen, bis diese
nur noch als Fettgrund zu sehen ist. Eine Möglichkeit ist auch,
besonders bei feinen nicht sehr fetten Zeichnungen mit Asphalttinktur
den Fettgrund zu verstärken.
Eine Walze überträgt die Druckerfarbe auf den angefeuchteten
Stein. Der Fettgrund stößt das Wasser ab und nimmt die
Farbe auf, die - da fetthaltig - von den feuchten Steinpartien abgestoßen
wird. Der Stein kommt auf eine Reiberpresse - mit dieser erfolgt
dann der Druck.
Nach dem Druck der Auflage wird der Stein wieder abgeschliffen.
Man verwendet dazu Korund / Quarzsand / Silicon Carbide und einen
anderen Lithostein und schleift die Steine gegeneinander. Dann kann
der Stein getrocknet, und wieder neu bezeichnet werden.
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Unter der fachkundigen Anleitung der Linzer Künstlerin Renate Moran
wurde im Druckereimuseum in Steyrermühl nun die Stern–Lithopresse
von 1870 aktiviert und eine Lithowerkstatt eingerichtet. Neben Handschöpfen,
Drucken und Letterngießen können die Museumsbesucher künftig
auch im Rahmen eines Workshops die Technik der Lithographie selber ausprobieren.
Die neue Werkstatt kann von Künstlern auch tageweise gemietet werden.
Lithoworkshops werden auch für Schulen angeboten.
Nähere Informationen und Anmeldung:
Papiermacher – und Druckereimuseum Steyrermühl: Tel.:07613/3951
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