DIE WARE IST DER WIRTSCHAFTSGEGENSTAND
Warenlehre ist Nachhaltigkeitslehre
|
Was zur Warenlehre definitiv anzumerken ist ...
...das ist der bio-kulturelle Zusammenhang:

|
Die Ware ist der Gegenbegriff zu Geld. Geld gibt es nicht ohne Ware. Ware gibt es nicht ohne den Menschen.
"Der Mensch ist Kulturwesen um seiner Gesundheit willen"
(Kulturanthropologie: objektiver Sinn der Wirtschaftstätigkeit).
Waren sind die (biologischen) Mittel zur Bedürfnisbefriedigung, die als (kultureller) Gegenstand des Handels in Betracht kommen, insofern sind sie der (ökonomische) Gegenbegriff zu Geld.
Der bio-kulturelle Zusammenhang ist der Inhalt der Humanökologie,
WARENLEHRE ist wirtschaftsorientierte Humanökologie.
Die Bedürfnisse
sind angeborene, beim Menschen kulturell überformte Antriebe des Handelns, welche auf die Lebenserhaltung und Verbesserung der Lebensqualität zielen.
(Der Mensch muss seine Bedürfnisse befriedigen, um nicht krank zu
werden.)
Gesundheit ist nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen, sondern ein Zustand des vollständigen geistigen, körperlichen und sozialen Wohlbefindens (Definition der World Health Organization).
Der Gesundheitsbegriff verweist auf den bio-kulturellen Zusammenhang und enthält eine personale, soziale und ökologische
Dimension:
WARENLEHRE ist Nachhaltigkeitslehre.
Nachhaltigkeit (Sustainability) ist die ökologische Dimension der
Gesundheit, das ist eine Wirtschaftsweise, welche die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Entwicklungschancen künftiger Generationen zu schmälern (Definition lt. Brundtland-Report). - Der Begriff der nachhaltigen Entwicklung ("sustainable development") hat seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro weltweite Bedeutung erlangt.
Die Gesamtheit der existenzbestimmenden Faktoren eines Organismus ist die Umwelt.
Die ökologischen Beziehungen des Menschen (der Gesellschaft) sind
warenförmig. Die Tauschwerte auf den Märkten setzen kulturelle Gebrauchswerte voraus, und diese wieder beruhen auf ökologischen Vorbedingungen. Das magische Dreieck Technik-Wirtschaft-Umwelt ist das Thema der Warenlehre - die Ware als Phänomen sozialer, ökonomischer und ökologischer Wechselwirkungen.
Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet daher: Jenen, die nach uns kommen, ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben (wie dies
im ganzheitlichen Begriff von Ware zum Ausdruck kommt).
» Lexikon
der Nachhaltigkeit
Ein
Berechnungssystem für den Verlauf einer nachhaltigen Entwicklung ist der Index
eines nachhaltigen Wohlstandes: ISEW ("Index
of Sustainable Economic Welfare" / Herman E.
Daly & John B. Cobb, 1989).
Integrierte Produktpolitik ( IPP ) setzt an Waren (Produkten und Dienstleistungen) und deren
ökologischen Eigenschaften während des gesamten Lebensweges an. Sie zielt auf die Verbesserungen ihrer ökologischen Eigenschaften ab und fördert dazu Innovationen von Waren (Produkten und Dienstleistungen).
Der "ökologische Fußabdruck" gibt an, wie viel
Naturverbrauch durch die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse entsteht: Eingerechnet werden dazu die benötigte Land- und Wasserfläche sowie der Ressourcenverbrauch und die Abfallproduktion.
» www.footprint.ch
Das Österreichische Umweltzeichen zeichnet ökologisch hervorragende Produkte und Dienstleistungen (seit 1990) , Tourismusbetriebe (seit 1996) und Schulen (seit 2002) aus. Für die
ökologische Bewertung wird der gesamte Produktlebenszyklus
(alle Umweltauswirkungen während Produktion, Gebrauch und Entsorgung) bewertet. Umweltzeichen-Produkte und -Dienstleistungen werden durch unabhängige Gutachter überprüft.
» www.umweltzeichen.at
» www.lebensministerium.at/umwelt/
EU-Ecolabel, offizielles Umweltzeichen der Europäischen Union
» www.eco-label.com
Die weltweit erste Ökomarke:
» www.blauer-engel.de
Zur biologischen Bedeutung von Ware und Wirtschaft:
Unter
Bioökonomie
wird die Wirtschaft des Lebendigen verstanden.
Der Mensch strebt danach, sein Lebensumfeld und seine Lebensbedingungen optimal
zu gestalten und seine Lebensfunktionen zu erhalten.
Webtip:
>>
"Biologie und Weltweisheit" bioskop-Ausgabe 4/2006 (pdf)
Weiter >> Zur
Ethik der Ware und Realwirtschaft |