SYMPOSIUM
EVOLUTION - WARE - ÖKONOMIE

  Evolution - Ware - Ökonomie
28. u. 29. Mai 2009
Naturhistorisches Museum Wien

            Artefakte                                                                                                                      Naturalien
           Maria Theresia zwischen Natur- und Kunsthistorischem Museum in Wien  
         
Johann Beckmann                                                                                                                  Carl v. Linné

               KULTUR                                                                                                                           NATUR

        
          "DIE ABWENDUNG VON NATUR UND KULTUR IST DIE QUELLE DER ARMUT."

 

 

















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 BIOÖOKONOMIE © copyright
bioeconomics

 


DIE WARE IST DER WIRTSCHAFTSGEGENSTAND
Warenlehre ist Nachhaltigkeitslehre


 

Was zur Warenlehre definitiv anzumerken ist ...
                       ...das ist der bio-kulturelle Zusammenhang
:


Die Ware ist der Gegenbegriff zu Geld.
Geld gibt es nicht ohne Ware.
Ware gibt es nicht ohne den Menschen.

"Der Mensch ist Kulturwesen um seiner Gesundheit willen"
(Kulturanthropologie: objektiver Sinn der Wirtschaftstätigkeit).


W
aren
sind die (biologischen) Mittel zur Bedürfnisbefriedigung, die als (kultureller) Gegenstand des Handels in Betracht kommen, insofern sind sie der (ökonomische) Gegenbegriff zu Geld.

Der bio-kulturelle Zusammenhang ist der Inhalt der Humanökologie, 
WARENLEHRE ist wirtschaftsorientierte Humanökologie.

Die Bedürfnisse sind angeborene, beim Menschen kulturell überformte Antriebe des Handelns, welche auf die Lebenserhaltung und Verbesserung der Lebensqualität zielen. (Der Mensch muss seine Bedürfnisse befriedigen, um nicht krank zu werden.)

Gesundheit ist nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen, sondern ein Zustand des vollständigen geistigen, körperlichen und sozialen Wohlbefindens (Definition der World Health Organization).

Der Gesundheitsbegriff verweist auf den bio-kulturellen Zusammenhang und enthält eine personale, soziale und ökologische Dimension:
WARENLEHRE ist Nachhaltigkeitslehre.

Nachhaltigkeit (Sustainability) ist die ökologische Dimension der Gesundheit, das ist eine Wirtschaftsweise, welche die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Entwicklungschancen künftiger Generationen zu schmälern (Definition lt. Brundtland-Report). - Der Begriff der nachhaltigen Entwicklung ("sustainable development") hat seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro weltweite Bedeutung erlangt.

Die Gesamtheit der existenzbestimmenden Faktoren eines Organismus ist die Umwelt. Die ökologischen Beziehungen des Menschen (der Gesellschaft) sind warenförmig. Die Tauschwerte auf den Märkten setzen kulturelle Gebrauchswerte voraus, und diese wieder beruhen auf ökologischen Vorbedingungen. Das magische Dreieck Technik-Wirtschaft-Umwelt ist das Thema der Warenlehre - die Ware als Phänomen sozialer, ökonomischer und ökologischer Wechselwirkungen.

Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet daher: Jenen, die nach uns kommen, ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben (wie dies im ganzheitlichen Begriff von Ware zum Ausdruck kommt).
»  Lexikon der Nachhaltigkeit  

Ein Berechnungssystem für den Verlauf einer nachhaltigen Entwicklung ist der Index eines nachhaltigen Wohlstandes: ISEW ("Index of Sustainable Economic Welfare" / Herman E. Daly & John B. Cobb, 1989).

Integrierte Produktpolitik ( IPP ) setzt an Waren (Produkten und Dienstleistungen) und deren ökologischen Eigenschaften während des gesamten Lebensweges an. Sie zielt auf die Verbesserungen ihrer ökologischen Eigenschaften ab und fördert dazu Innovationen von Waren (Produkten und Dienstleistungen).

Der "ökologische Fußabdruck" gibt an, wie viel Naturverbrauch durch die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse entsteht: Eingerechnet werden dazu die benötigte Land- und Wasserfläche sowie der Ressourcenverbrauch und die Abfallproduktion.
» www.footprint.ch

Das Österreichische Umweltzeichen zeichnet ökologisch hervorragende Produkte und Dienstleistungen (seit 1990) , Tourismusbetriebe (seit 1996) und Schulen (seit 2002) aus. Für die ökologische Bewertung wird der gesamte Produktlebenszyklus (alle Umweltauswirkungen während Produktion, Gebrauch und Entsorgung) bewertet. Umweltzeichen-Produkte und -Dienstleistungen werden durch unabhängige Gutachter überprüft.
» www.umweltzeichen.at
» www.lebensministerium.at/umwelt/

EU-Ecolabel, offizielles Umweltzeichen der Europäischen Union
» www.eco-label.com

Die weltweit erste Ökomarke:
» www.blauer-engel.de

Zur biologischen Bedeutung von Ware und Wirtschaft:
Unter Bioökonomie wird die Wirtschaft des Lebendigen verstanden.
Der Mensch strebt danach, sein Lebensumfeld und seine Lebensbedingungen optimal zu gestalten und seine Lebensfunktionen zu erhalten.

Webtip:
>> "Biologie und Weltweisheit" bioskop-Ausgabe 4/2006 (pdf)
 
Weiter >> Zur Ethik der Ware und Realwirtschaft

   

 

Weiter >> Kleines Glossar zur Warenlehre