WARENLEHRE IST NACHHALTIGKEITSLEHRE

Das Lehramt   „BIOLOGIE UND WARENLEHRE“  vor dem „AUS“ ?

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    Die „Ware“ ist
    als Kategorie ein Oberbegriff für
                                    biologisch-ökologisch : Mittel zur Bedürfnisbefriedigung,
                                    sozio-kulturell : Gegenstand des Handels,
                                    ökonomisch : Gegenbegriff zu Geld.

    Damit ist im Dreieck von Ökologie-Ökonomie-Gesellschaft
    die Warenlehre seit jeher „Nachhaltigkeitslehre“
    früher schon als der Nachhaltigkeit global-politisches Interesse zukam.

    Das Wirtschaftssystem ist in ökologischer Sicht eine Erweiterung des Stoffwechsels des Menschen.
    Die Warenlehre ist – angewandte Biologie - der einzige naturwissenschaftliche Zugang zu den
    Wirtschaftswissenschaften.

    Die Interdisziplinarität von Biologie und Warenlehre (BOW)
    beruht auf dem ökosozialen Zusammenhang von naturwissenschaftlicher Grundbildung
    und gesellschaftlichen Interessen.

   Zum Vorabend der UN-Bildungsdekade für eine Nachhaltige Entwicklung
  
wird die Fortexistenz des Fachs BOW in Österreich in Frage gestellt:

    An der WU (Wirtschaftsuniversität Wien) läuft dieses interuniversitäre Lehramtsstudium aus.
    Derzeit wird nur für die finanzielle Bedeckung der begonnenen Studien gesorgt.

     Mit Bescheid vom 29. Sept. 2000 wurde das neue Studium untersagt.

    Eine solche Entscheidung widerspricht nachhaltiger Bildungspolitik.

    Mit dem Inkrafttreten des Lehrplans 2004 für Handelsakademien
    besteht weiterhin ein Bedarf an qualifizierten Lehrkräften im Gegenstand
    „Biologie, Ökologie und Warenlehre“.
    Im Laufe des kommenden Jahrzehnts erreichen jedoch viele BOW-Lehrer das Pensionsalter,
    wodurch ohne Studiermöglichkeit ein Mangel an Nachwuchs droht.

    Darüber hinaus wäre zur Umsetzung der Nachhaltigkeit
    die Schaffung eines Management-Berufs dringlich.

    Es ist daher ein bildungspolitischer Willensakt einzufordern,
    mit dem die Sicherstellung dieses Grundlagenfach der Nachhaltigkeit gewährleistet ist.

    Gleichwohl gehört es zum wissenschaftsethischen Auftrag, an den Universitäten den nachhaltigen Beitrag in
    diesem Grundlagenfach zu erbringen.

Statt die Existenzberechtigung des Faches und dessen Studiums in Zweifel zu ziehen,
 wäre vielmehr die Etablierung der Warenlehre als öffentliches Wissen erstrebenswert,
um die gesellschaftliche Allgemeinbildung
zum Verstehen der Nachhaltigen Entwicklung sicherzustellen.

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